Männerherzen schlagen anders: Warum Männer ein höheres Herzrisiko haben
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen – und Männer sind davon besonders betroffen. Darauf weist der Kardiologe Lukas J. Motloch, Professor an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität und Leiter der Kardiologie am Salzkammergut Klinikum in Vöcklabruck, hin.
Ein Grund dafür liegt in anatomischen Unterschieden: Männerherzen sind im Durchschnitt größer als Frauenherzen, was mit der meist höheren Körpermasse zusammenhängt. Dieses größere Herz kann jedoch auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Höheres Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod
Besonders gefährlich sind verengte Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff versorgen. Werden diese Gefäße durch Arteriosklerose verstopft, kann es zu einem Herzinfarkt oder sogar zu einem plötzlichen Herztod kommen.
Typische Symptome bei Männern sind:
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starke Brustschmerzen
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Druckgefühl im Brustbereich
Die Diagnose erfolgt häufig über eine Herzkatheteruntersuchung, bei der verengte Gefäße erkannt und mit Stents behandelt werden können.
Frauen haben hormonellen Schutz
Frauen sind vor der Menopause durch ihre Hormone teilweise geschützt, weshalb Männer häufig schon in jüngeren Jahren ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.
Lebensstil entscheidet über die Herzgesundheit
Zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren zählen:
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Bluthochdruck
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Rauchen
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Übergewicht
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Bewegungsmangel
Bereits einfache Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, eine mediterrane Ernährung und der Verzicht auf Zigaretten können das Risiko deutlich senken.
Der Vortrag zum Thema fand im Rahmen des Weltherztag statt und wurde von MeinMed in Kooperation mit der Österreichische Gesundheitskasse organisiert.
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